September 2026
Das Trockene Auge (Sicca-Syndrom) gehört zu den häufigsten Gründen für einen Augenarztbesuch. Es entsteht, wenn die Augen zu wenig Tränenflüssigkeit produzieren oder der Tränenfilm zu schnell verdunstet. Die Beschwerden sind unangenehm, in den allermeisten Fällen aber gut behandelbar.
Was ist das Sicca-Syndrom?
Der Tränenfilm besteht aus mehreren Schichten (u. a. Wasser und Fett). Ist eine Schicht gestört – etwa durch verstopfte Liddrüsen – wird die Augenoberfläche nicht mehr gleichmäßig benetzt. Häufige Auslöser sind Bildschirmarbeit, trockene (Heizungs-)Luft, Kontaktlinsen, bestimmte Medikamente sowie hormonelle Veränderungen.
Symptome
- Brennen, Jucken oder Fremdkörpergefühl („Sandkorn")
- Gerötete, schnell ermüdende Augen
- Verschwommenes Sehen, das sich durch Blinzeln bessert
- Paradox: tränende Augen als Reaktion auf die Reizung
- Verstärkung bei Bildschirmarbeit oder in trockener Luft
Halten die Beschwerden an oder verschlechtert sich Ihr Sehen, sollten Sie die Ursache augenärztlich abklären lassen – dauerhaft trockene Augen können die Augenoberfläche schädigen.
Diagnostik in unserer Praxis
- Gespräch zu Beschwerden, Alltag, Medikamenten und Kontaktlinsen
- Untersuchung von Tränenfilm und Augenoberfläche an der Spaltlampe
- Beurteilung der Lidränder und der Liddrüsen
- Bei Bedarf Tests zur Menge und Stabilität des Tränenfilms
Behandlung
Die Therapie richtet sich nach der Ursache. Häufig helfen befeuchtende Augentropfen (Tränenersatzmittel), eine gezielte Lidrandpflege sowie Anpassungen im Alltag (Bildschirmpausen, Luftfeuchtigkeit). Liegt eine Grunderkrankung zugrunde, beziehen wir diese in die Behandlung ein. Ziel ist eine spürbare, dauerhafte Entlastung.
Kosten: Was zahlt die Krankenkasse?
Die medizinisch notwendige Abklärung ist eine Leistung der gesetzlichen und privaten Krankenkassen. Tränenersatzmittel und bestimmte Zusatzuntersuchungen können je nach Situation Selbstzahlerleistungen sein – wir besprechen das vorab transparent mit Ihnen.
Häufige Fragen zu trockenen Augen
Sind trockene Augen gefährlich?
Meist sind sie vor allem lästig. Bleiben sie jedoch unbehandelt, kann die Augenoberfläche gereizt und geschädigt werden. Eine Abklärung schafft Klarheit über die Ursache.
Helfen Augentropfen aus der Drogerie?
Befeuchtende Tropfen können Beschwerden lindern. Welches Präparat passt und ob eine tiefere Ursache vorliegt, sollte augenärztlich beurteilt werden – gerade bei dauerhaften Beschwerden.
Was kann ich bei Bildschirmarbeit tun?
Regelmäßige Pausen, bewusstes Blinzeln, ausreichend Luftfeuchtigkeit und der richtige Bildschirmabstand entlasten die Augen spürbar.
Übernimmt die Kasse die Behandlung?
Die medizinisch notwendige Abklärung ja. Tränenersatzmittel und einzelne Zusatzuntersuchungen können Selbstzahlerleistungen sein; wir informieren vorab.